Buchvorstellung: Die Berufung für Hochsensible von Luca Rohleder

Dass ich hochsensibel bin, weiß ich schon lange. Ich habe auch schon einiges zu diesem Thema gelesen … lernen und lesen gehört schließlich zu den Dingen, die Hochsensible lieben … Das Buch „Die Berufung für Hochsensible von Luca Rohleder“ jedoch hat mich auf eine Weise so tief berührt, dass sich in meinem Kopf ein Knoten gelöst hat und ich nun erkenne, warum ich manches so mache, wie ich es tue und warum ich so bin wie ich bin. Also kurz und gut, eine absolute Leseempfehlung!

Der hochsensible Autor muss sich selbst auf eine geniale Art und Weise erkannt haben und bereits viel Erfahrung mit hochsensiblen Menschen haben, um so ein Buch schreiben zu können. Beim Lesen habe ich ständig in einen Spiegel gesehen und es hat klick, klick, klick in meinem Kopf gemacht. So gesehen und erkannt habe ich mich nur ganz selten gefühlt! Und das Ganze mit einem so wertschätzenden und wohlwollenden Ton, der von der hohen Toleranz und Empathie hochsensibler Menschen zeugt.

Kurzzusammenfassung des Buchs „Die Berufung für Hochsensible von Luca Rohleder

Der Autor unterscheidet zwischen einem Neugeborenen-Ich, einen Erwachsenen-Ich und einem Höheren-Ich. Diese Teilearbeit ist mir nicht neu und mache ich auch.

Der Unterschied zu meiner bisherigen Arbeit ist, dass das innere Kind eben kein Kind ist, das spielen möchte, lustig ist und mit Neugier das Leben erobert. Sondern hochsensible Menschen haben ein inneres Kind, das noch ein neugeborenes Baby ist. Und daraus entwickeln sich viele Bedürfnisse und Eigenheiten, aber auch viele Fähigkeiten. Der gesamte erste und zweite Teil beschreibt die Notwendigkeit, dieses Neugeborenen-Ich zu versorgen, zu pflegen und zu behüten. Und da geht es auch um solche Dinge wie viel Schlafen, möglichst auch noch einen Mittagschlaf machen, öfters und eiweißreich essen und sich viel bewegen, damit sich die Muskeln aufbauen können. Und dabei auf Schutz und Sicherheit zu achten, also beispielsweise Reize verringern.

Dieses Neugeborenen-Ich ist auch der Schlüssel, um mehr Erdung zu bekommen. Das bedeutet für mich: die eigenen Gefühle und Bedürfnisse spüren und äußern. Das fällt hochsensiblen Menschen extrem schwer, ich kann es bisher auch nicht gut. Aber meine Erfahrung ist, wenn ich es tue, dann stoße ich zuerst einmal auf Unverständnis und Ablehnung. Aber es entwickelt sich daraus immer etwas Gutes. Dieses Vertrauen habe ich inzwischen!

Also einfach schreien – wie ein Baby – wenn etwas nicht passt…? Naja, so hat es Luca Rohleder nicht formuliert, denn wir haben ja leider kein süßes Baby-Gesicht mehr, dem andere alles verzeihen.

Aber da kommt unsere große Empathie-Fähigkeit zum Zuge: wir wissen genau, was andere wünschen und brauchen und können es ihnen deutlich machen und etwas erfinden oder entwickeln, das ihr Leben glücklicher macht. Und dann geben sie uns gerne, was wir brauchen!

Mein zweites Tool, um mich zu erden ist das kohärente Atmen während ich spazierengehe oder auf der Stelle laufe. Das bedeutet, dass die Dauer des Ein- und Ausatmens gleich lang ist. Ich zähle die Schritte. Ich wechsele dabei den 2er, 4er und 6er Rhythmus durch, also 2 Schritte beim Einatmen, und 2 beim Ausatmen. Darüber werde ich einen eigenen Artikel schreiben. Schau also mal wieder vorbei!

Das Buch „Die Berufung für Hochsensible von Luca Rohleder“ gibt es in Papierform sowie als Ebook. Auch ein Kindle-Format ist käuflich. Ich verlinke dir hier einen sozial verträglichen Online-Buchhandel. Buch 7 (Dies ist kein Affiliate-Link!)

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